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#schongewusst: So funktioniert das Exponat „Farbige Schatten“

Im Themenbereich Mensch der Dauerausstellung können unsere Gäste farbige Schatten werfen – doch wie funktioniert dieses Exponat eigentlich?

Drei Lampen mit blauem, grünem und rotem Licht erzeugen eine additive Farbmischung und sind damit für die verschiedenfarbigen Schatten verantwortlich. Diese drei Farben reichen aus, um fast alle Farbvariationen zu mischen, da wir in unseren Augen ebenfalls lediglich drei verschiedene Farbrezeptoren besitzen – die blau-, grün- und rotempfindlichen Zapfen. Auch die Farbbilder von Fernsehgeräten und Computermonitoren machen sich dies zunutze und setzen sich aus den drei Grundfarben zusammen.

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Sind alle drei Lampen des Exponats eingeschaltet, entsteht dort, wo rotes, blaues und grünes Licht zusammen die Wand erreichen, der Eindruck von Weiß. An den Stellen, an denen das Licht von mindestens einer Lampe nicht hingelangt, bildet sich hingegen ein Schatten:

Treffen alle drei Lichter auf Grund eines vor ihnen stehenden Objektes nicht auf die Wand, nehmen wir den uns bekannten, schwarzen Kernschatten wahr.

In allen anderen Fällen spricht man von einem Halbschatten:

Erreicht lediglich das Licht der roten, blauen oder grünen Lampe die Wand, erscheint auch der Halbschatten in dieser jeweiligen Farbe.

Bestrahlen hingegen zwei Lichtquellen die Wand, bilden sich folgende Farbkombinationen:

  • rotes Licht + grünes Licht = gelber Halbschatten
  • blaues Licht + rotes Licht = magentafarbener Halbschatten
  • blaues Licht + grünes Licht = cyanfarbener Halbschatten

Übrigens: Obwohl Schatten häufig zweidimensional wahrgenommen werden, handelt es sich in Wirklichkeit um dreidimensionale Räume. Der Schattenraum begrenzt sich dabei durch die Lichtstrahlen an den Kanten der Hindernisse.