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Jugend forscht

Jugend forscht ermutigt alle Jungforscherinnen und Jungforscher dazu, sich Herausforderungen zu stellen und gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Das diesjährige Motto von Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb lautet: „Lass Zukunft da“. Gerade Kinder und Jugendliche zeigen ein starkes Bewusstsein für die Themen, die aktuell auf der Agenda unserer Gesellschaft stehen. Dabei sind sie besonders neugierig und kreativ bei der Erarbeitung von Lösungen für die Welt von morgen. Jugend forscht bietet ihnen die Freiheit, ihre Experimentierfreude und ihren Erfindergeist zu entfalten – zu Hause, in der Schule oder in außerschulischen Lerneinrichtungen.

Regionalwettbewerb Bremen-Mitte 2021

Vergangenes Jahr konnte der Regionalwettbewerb Bremen-Mitte des renommierten Wettbewerbs „Jugend forscht“ noch wie gewohnt im Universum® stattfinden. An bunten Ständen präsentierten die Teilnehmenden ihre Forschungsprojekte drei Tage lang der Jury und der interessierten Öffentlichkeit. Doch dieses Jahr ist alles anders: Unter dem Motto „Lass Zukunft da“ stellen die Schülerinnen und Schüler zwischen dem 1. und 3. März ihre Projekte erstmals rein digital der für sie zuständigen Fachjury vor, denn eine reale Ausstellung kann es aufgrund der Corona-Beschränkungen nicht geben. Die Neugier blieb derweil trotz Virus ungebremst und die Zahl der Projekte nahezu konstant: Mit 122 Forschungsarbeiten wurde sogar ein Projekt mehr als im Vorjahr eingereicht. Beteiligt haben sich insgesamt 206 Jungforschende bis zu einem Alter von 21 Jahren aus 14 verschiedenen Schulen, in einem Fall wurde die Forschungsarbeit vom Fraunhofer IFAM unterstützt. Und auch der in Bremen traditionell hohe Mädchenanteil liegt mit 49% erneut über dem Bundesdurchschnitt. Die Verkündung der Gewinnerinnen und Sieger findet dieses Jahr zum ersten Mal digital aus dem Universum® statt und wird am 8. März ab 15.00 Uhr öffentlich übertragen. So bietet sich allen Interessierten die Möglichkeit, einmal virtuell in die Welt von „Jugend forscht“ hineinzuschnuppern und sich gegebenenfalls zu einer eigenen Teilnahme zu entschließen.

Die hohe Beteiligung ist laut Wettbewerbsleiter Stephan Leupold dieses Jahr besonders beachtlich. „Die Leistungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind in diesen pandemischen Zeiten noch höher zu bewerten als sonst, wenn man an die zahlreichen Einschränkungen denkt“, so Leupold. Für viele sei der Weg diesmal beschwerlicher gewesen, denn aufgrund des eingeschränkten Schulbetriebs fielen nicht nur entsprechende AGs aus, sondern auch die Betreuung durch Lehrpersonal und andere Freiwillige fand vielerorts nur digital statt und die Möglichkeiten zur Gruppenarbeit waren eingeschränkt. Manche Teilnehmenden machten jedoch aus der Not kurzerhand eine Tugend und erklärten das Corona-Virus zum Thema ihrer Forschungsarbeit: Bei insgesamt fünf Arbeiten mit Corona-Bezug ging es um die Effizienz von Raumluftreinigern, Qualitätsunterschiede bei verschiedenen Maskenarten, die Konzentrationsfähigkeit mit und ohne Maske, Simulationsprogramme zur Virusausbreitung sowie richtiges Lüften.

Auch sonst war die Themenvielfalt wieder groß und häufig von Umweltschutzgedanken oder vom Zeitgeist geprägt. So machten sich beispielsweise Schüler der Oberschule Rockwinkel zu einer möglichen Essenslieferung per Drohne oder zum Bau einer leuchtenden Handyhülle Gedanken, während eine Schülerin der Wilhelm-Focke-Oberschule Bremen ein smartes Vogelhaus erfand, das per WLAN Live-Bilder vom Brutvorgang überträgt. Gesunde Gemüsechips stellte ein Schüler des Ökumenischen Gymnasiums her und eine Schülerin des Alten Gymnasiums forschte an einer klimafreundlichen Treibstoffalternative. Traditionell beliebt blieben weiterhin die Beschäftigung mit den Wachstumsbedingungen von Pflanzen, die Herstellung von Naturkosmetik und Fragestellungen rund um das eigene Instrument oder den Lieblingssport.

Am Wettbewerb teilnehmen können seit seiner Gründung im Jahr 1965 Schülerinnen und Schüler, Auszubildende und Studierende ab dem vierten Schuljahr bis zu einem Alter von 21 Jahren einzeln oder in Teams von bis zu drei Personen. Die Forschungsprojekte müssen thematisch zu einem der sieben Fachgebiete Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Physik, Technik, Mathematik/Informatik oder Geo- und Raumwissenschaften passen. Dabei werden alle Projekte nach Gesichtspunkten wie Originalität, Eigenanteil, inhaltlicher Qualität und Erkenntnisgewinn bewertet. Neben Geldpreisen für die ersten, zweiten und dritten Plätze winken den Gewinnerinnen und Gewinnern auch Sonderpreise wie Büchergutscheine oder Betriebspraktika.

Bei „Jugend forscht“ treten zunächst alle Teilnehmenden bei einem Regionalwettbewerb an. In Bremen-Mitte richten das Universum®, die Unternehmensverbände im Lande Bremen e. V. und die GESTRA AG den Regionalwettbewerb als Paten aus. Die Siemens AG und die Sparkasse Bremen sind Unterstützer. Die Erstplatzierten qualifizieren sich automatisch für den Landeswettbewerb, der am 18. und 19. März 2021 voraussichtlich ebenfalls digital stattfindet. Den Abschluss der diesjährigen Runde von „Jugend forscht“ bildet das Bundesfinale vom 27. bis 30. Mai 2021.

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