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#schongewusst: So entsteht ein Tornado

Universum Bremen_Tornado

Kaum zu glauben, aber wahr: Selbst in Bremen kommen Tornados vor – zwar weitaus seltener als zum Beispiel in weiten Teilen der USA, manchmal aber auch mit zerstörerischem Potenzial. Unser Exponat im Themenbereich Natur der Dauerausstellung veranschaulicht dieses Naturphänomen und ist im Gegensatz zu echten Tornados zum Glück ungefährlich. Doch wie genau entsteht eigentlich ein Tornado? Was unterscheidet ihn von anderen Wirbelstürmen? Und wie wird der Tornado in unserer Ausstellung simuliert? Wir klären auf!

Ein Tornado ist ein Luftwirbel mit annährend senkrechter Drehachse, der auf kleinem Raum rotiert – sein Durchmesser beträgt häufig nur zwischen 50 und 100 Metern (Zum Vergleich: Hurrikans haben einen Durchmesser von mehreren hundert Kilometern!). Grundsätzlich kann er überall dort auftreten, wo es auch Gewitter gibt – meist über flachem Festland. Voraussetzung ist also, dass feuchtwarme Luft vom Boden und trockenkalte Luft aus der Höhe aufeinandertreffen und Gewitterwolken erzeugen. Kommen dann noch unterschiedliche Windrichtungen in unterschiedlichen Höhen hinzu, ist ein Tornado nicht mehr weit! Denn die dadurch einsetzende rotierende Bewegung, zieht die Gewitterwolke rüssel- bzw. schlauchartig gen Erdboden und verleiht dem Tornado seine typische Form.

Die Geschwindigkeit von Tornados kann bis zu 500 Stundenkilometer betragen – kein Wunder, dass sie solch verheerende Schäden anrichten können. Erschwerend kommt hinzu, dass man sich nicht wirklich auf sie vorbereiten kann, denn sie sind nur schwer vorherzusagen und entstehen binnen weniger Minuten. Übrigens: Tornados können sich sowohl im als auch gegen den Uhrzeigersinn drehen, wobei auf der Nordhalbkugel eine Drehung gegen den Uhrzeigersinn überwiegt.

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Wie aber wird der Tornado in unserer Ausstellung nachgeahmt? Das Prinzip ist eigentlich ganz einfach: Ein Ventilator erzeugt einen Sog, der die Luft nach oben zieht, während zusätzliche Luft aus vier tangential angeordneten Öffnungen an allen vier Säulen des Exponats den Luftstrom in Rotation versetzt. Feine Wassertröpfchen aus einem Ultraschall-Nebler machen den so entstandenen Tornado sichtbar!

Und was unterscheidet Tornados nun von Hurrikans, Orkanen & Co.? Ein Hurrikan zum Beispiel ist ein tropischer Wirbelsturm, der zumeist über dem Meer entsteht und an Kraft verliert, sobald er auf Land trifft. Entstehen solche Stürme über dem nordwestlichen Pazifik bzw. dem Indischen Ozean, spricht man von einem Taifun bzw. einem Zyklon. Als Orkan werden hingegen alle Winde bezeichnet, die eine Geschwindigkeit von mehr als 118 Stundenkilometern haben.