x
21 Feb 2022

Masken, Gaming und Umweltschutz – „Jugend forscht“ als Spiegel der Zeit

Regionalwettbewerb Bremen-Mitte auch online mit großer Themenvielfalt / Siegerehrung digital aus dem Universum®

+++ INTERVIEWANGEBOT: Sprechen Sie mit Wettbewerbsleiter Dr. Stephan Leupold über die Besonderheiten des Wettbewerbs in Zeiten von Corona. Bitte vereinbaren Sie Ihren Wunschtermin unter s.peschke@universum-bremen.de. Vielen Dank! +++

Forschen, präsentieren und in der Gruppe Spaß haben – das sind normalerweise die Zutaten für den Regionalwettbewerb Bremen-Mitte von „Jugend forscht“. Traditionell findet dieser im Universum® statt, wo die Teilnehmenden an bunten Ständen ihre Forschungsprojekte drei Tage lang einer Fachjury und der interessierten Öffentlichkeit präsentieren. Doch pandemiebedingt wird der Wettbewerb dieses Jahr bereits zum zweiten Mal online durchgeführt: Unter dem Motto „Zufällig genial?“ stellen die Schülerinnen und Schüler zwischen dem 1. und 3. März ihre Projekte rein digital der für sie zuständigen Jury vor. Mit 102 teilweise gemeinschaftlich erstellten Forschungsarbeiten von 183 Kindern und Jugendlichen fiel die Beteiligung etwas geringer aus als im Vorjahr. Die Anzahl der vertretenen Schulen konnte jedoch von 14 auf 15 Schulen aus nahezu allen Stadtteilen gesteigert werden. Die Themenvielfalt ist erneut groß und mit zahlreichen Projekten aus den Bereichen Klima- und Umweltschutz, nachhaltige Ernährung, Gaming und Corona mehr denn je ein Spiegel der Zeit.

Gerade in Zeiten von Corona sieht Wettbewerbsleiter Stephan Leupold „Jugend forscht“ als große Bereicherung: „Im besten Falle konnten wir den Schülerinnen und Schülern durch den Wettbewerb etwas Abwechslung und Selbstbestimmung bieten. Schließlich lassen sich in diesem Rahmen auf wissenschaftlichem Niveau höchst individuelle Fragen untersuchen, die einem unter den Nägeln brennen“, berichtet Leupold. So fiel zwei Elefantenliebhabern vom Gymnasium an der Hamburger Straße sicherlich ein Stein vom Herzen, als sie herausfanden, dass Dickhäuter bei zeitgemäßer Tierhaltung durchaus auch bei Menschen glücklich sein können, während zwei Schulkameraden einen rückenfreundlichen Gaming Stuhl entwickelten. Nachwuchswissenschaftlerinnen der Oberschule Rockwinkel beforschten die ungewöhnliche Frage, ob Garnelen ein Zeitgefühl haben, und eine Schülerin des Kippenberg-Gymnasiums kreierte eine umweltschonende Alternative für Palmöl. Als einer der jüngsten bisherigen Teilnehmer befasste sich ein 8-jähriger Grundschüler mit Lichtmessgeräten, auf die er zufällig in seinem Elektronikbaukasten gestoßen war, und zwei Schüler des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums programmierten ihrer großen Passion folgend ein Videospiel inklusive eigener Charaktere und atmosphärischem Soundtrack. Dass über die Ferien verdorrte Pflanzen im Klassenzimmer bald der Vergangenheit angehören, darum ging es zwei Jungforscherinnen der Oberschule an der Koblenzer Straße bei einem aus der Natur abgeschauten Bewässerungsprinzip. Mit dem sogenannten Miswak, der nachweislich ältesten Zahnbürste der Welt, beschäftigte sich eine Schülerin des Alten Gymnasiums, und eine 18-jährige chemisch-technische Assistentin der interkulturell geprägten Europaschule Schulzentrum Utbremen analysierte die genauen Bestandteile des immer beliebter werdenden Getränks Gins. Weitere Forschungsarbeiten befassten sich mit der Qualität sowie der optimalen Tragedauer von Coronaschutzmasken und der Entwicklung einer Software, die anhand von Lungenaufnahmen eine Coronavirusinfektion erkennt.

Traditionell beliebt blieben weiterhin die Beschäftigung mit den Wachstumsbedingungen von Pflanzen, die Herstellung von Naturkosmetik und Fragestellungen rund um das eigene Instrument oder den Lieblingssport.

Die Verkündung der Gewinnerinnen und Sieger findet digital aus dem Universum® statt und wird am Montag, 7. März, ab 15.00 Uhr auf dem YouTube-Kanal des Universum® öffentlich übertragen. So können Interessierte virtuell in die Welt von „Jugend forscht“ hineinschnuppern und sich gegebenenfalls zu einer eigenen Teilnahme im kommenden Jahr entschließen.

Am Wettbewerb teilnehmen können seit seiner Gründung im Jahr 1965 Schülerinnen und Schüler, Auszubildende und Studierende ab dem vierten Schuljahr bis zu einem Alter von 21 Jahren einzeln oder in Teams von bis zu drei Personen. Die Forschungsprojekte müssen thematisch zu einem der sieben Fachgebiete Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Physik, Technik, Mathematik/Informatik oder Geo- und Raumwissenschaften passen. Dabei werden alle Projekte nach Gesichtspunkten wie Originalität, Eigenanteil, inhaltlicher Qualität und Erkenntnisgewinn bewertet. Neben Geldpreisen für die ersten, zweiten und dritten Plätze winken den Gewinnerinnen und Gewinnern auch Sonderpreise wie Technik- und Buchgutscheine oder Betriebspraktika.

Bei „Jugend forscht“ treten zunächst alle Teilnehmenden bei einem Regionalwettbewerb an. In Bremen-Mitte richten das Universum®, die Unternehmensverbände im Lande Bremen e. V. und die GESTRA AG den Regionalwettbewerb als Paten aus. Die Siemens AG und die Sparkasse Bremen sind Unterstützer. Die Erstplatzierten qualifizieren sich automatisch für den Bremer Landeswettbewerb, der am 17. und 18. März ebenfalls digital stattfindet. Den Abschluss der diesjährigen Runde von „Jugend forscht“ bildet das Bundesfinale vom 26. bis 29. Mai 2022.

Termin für die Öffentlichkeit:

Digitale Siegerehrung am Montag, 7. März 2022, ab 15.00 Uhr auf dem YouTube-Kanal des Universum® Bremen unter http://youtube.com/universumbremen/videos.


Bilder Downloads
  • Die Projekte des Regionalwettbewerbs Bremen-Mitte werden dieses Jahr rein digital der Jury vorgestellt. Die Verkündung der Gewinnerinnen und Sieger wird am 7. März ab 15 Uhr aus dem Universum® öffentlich auf YouTube übertragen. (Bildquelle: Universum® Bremen)

  • Können Elefanten in menschlicher Obhut glücklich sein? Hiermit beschäftigte sich eine Forschungsarbeit von zwei Schülern des Gymnasiums an der Hamburger Straße. (Bildquelle: privat)

  • Eine Schülerin des Kippenberg-Gymnasiums kreierte eine umweltschonende Alternative für Palmöl. (Bildquelle: privat)

  • Mit dem sogenannten Miswak, der nachweislich ältesten Zahnbürste der Welt, beschäftigte sich eine Schülerin des Alten Gymnasiums. (Bildquelle: privat)

  • Wettbewerbsleiter Stephan Leupold findet, dass der Wettbewerb den Schülerinnen und Schülern gerade in Zeiten von Corona Abwechslung und Selbstbestimmung bietet. (Bildquelle: Universum® Bremen)

  • Das Motto des diesjährigen "Jugend forscht"-Wettbewerbs lautet: „Zufällig genial?“ (Bildquelle: Stiftung Jugend forscht e. V.)