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Quartal -
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Bildquelle: Norbert Kluge / Fremdsprachenzentrum Bremen

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Sprachenpyramide

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Quartal 3 - 2009 Sprachenpyramide vor dem Universum® wächst im Eiltempo Eröffnungsfeier mit Werder-Star Naldo am Dienstag Das derzeit in Bremen stattfindende Festival der Sprachen steuert auf einen seiner Höhepunkte zu: Am 29. September um 18 Uhr wird die „Sprachenpyramide“ auf dem Universum®-Vorplatz feierlich eröffnet. 6.500 ziegelsteingroße Holzklötze mit einem Gesamtgewicht von 11 Tonnen sind zu einem sechs Meter hohen Turm aufgeschichtet worden. Auf jedem der Klötze steht der Name einer der 6.500 Sprachen, die es auf der Welt gibt.
Für die Eröffnungsfeier konnte Linguistik-Professor Hans Krings von der Uni Bremen, Initiator der Aktion, den Werder-Star Naldo als prominenten Ehrengast gewinnen: Der brasilianische Abwehrspieler wird nach dem Dienstagstraining vorbeischauen und den Sprachenklotz für seine Muttersprache in die Pyramide einfügen, zusammen mit rund einem Dutzend Kinder verschiedener Muttersprachen. „Ich bin gespannt, ob er ‚Brasilianisch’ oder ‚Portugiesisch’ draufschreibt“, fragt sich Krings und wünscht sich möglichst viele Zuschauer. Die Aktion soll die Vielsprachigkeit der Menschen sichtbar machen und für die Einsicht werben, dass jede Sprache ein erhaltenswerter Kulturschatz ist. „Sprachen sind nicht alle gleich wichtig, wohl aber gleich wertvoll“, sagt Krings. Wer schon um 17.30 Uhr da ist, kann zuschauen, wie die Sportkletterer noch die letzten Klotzschichten auf der obersten Stufe der Pyramide befestigen.
Bei der Suche nach Sponsoren für die aufwendige Aktion war Krings zunächst im Bremer Holzhandel fündig geworden. Dieser finanzierte nicht nur die Holzklötze, sondern auch die stabile Unterkonstruktion, die selbst der Windstärke 9 noch trotzen würde. Geschnitten und vorgebohrt wurden die 6500 Klötze in einer Behindertenwerkstatt der Lebenshilfe Bremerhaven. Schüler mehrerer Bremer Grundschulen und Kursteilnehmer des Goethe-Instituts aus allen Teilen der Welt beschrifteten dann die Klötze. Jugendgruppen des THW montierten die unteren Klotzschichten, Sportkletterer die oberen, gesichert durch einen 36-Tonnen-Kran. „Sicherheit hat bei dieser Aktion absoluten Vorrang“, betont der Linguistik-Professor. Deshalb hatte er auch eigens für den Turm bei einem Bremer Ingenieurbüro eine Statik in Auftrag gegeben. Und natürlich auch die Bremer Baubehörden informiert.
Die Pyramide wird bis zum 18. Oktober auf dem Universum®-Vorplatz stehen, danach muss sie wieder abgebaut werden. Derzeit sucht Krings noch nach einer Nachverwendungsmöglichkeit. Am liebsten wäre ihm, wenn die Pyramide woanders erneut aufgebaut würde. Wenn es ihm nicht gelingt, eine Einrichtung zu finden, die Interesse an der Pyramide hat, will er die Klötze an Schulen und Kindergärten verschenken. „Als Brennholz wird die Pyramide jedenfalls nicht enden“, so Krings.